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Eine brillante Zukunft im Visier

Montag, 22. Januar 2018 17:04

Exklusives Estetica Interview mit Cory Couts & Daniel Kaner über den Oribe Verkauf an Kao

Oribe wuchs von einer Prestige-Haarmarke zu einer weltweiten Beautybrand mit Haar- und Hautpflege, Körperprodukten, Make-up, Tools und Accessoires. Der Verkauf an Kao bietet neue und vor allem aufregende Möglichkeiten für alle, die die mit einem Signature-Duft versehene Marke lieben!

Die Kao Corporation ist führender Hersteller von Top Beautymarken weltweit und gab kürzlich bekannt, die Vereinbarung zum Kauf von Oribe Hair Care von Luxury Brand Partners, die sich auf die Entwicklung künstlerisch inspirierter Marken spezialisieren, unterzeichnet zu haben. Oribe wird Teil des Kao Salon Division Portfolios mit professionellen Marken wie Goldwell und KMS. 

Daniel Kaner, Mitbegründer und nun alleiniger Geschäftsführer von Oribe Hair Care und Global President der Kao Salon Division, Cory Couts trafen sich exklusiv mit Estetica, um über Vision und Zukunft von Oribe zu sprechen. Oribe gehört zu den Global Players im Salonbusiness sowie zu den führenden Einzelhändlern der Welt. Luxusbesessene Kunden sind der Marke außergewöhnlich treu. Deshalb ist es enorm wichtig mit den Friseuren in Kontakt zu bleiben und über zukünftige Pläne für deren Salons, Hairstylisten und Kunden gleichermaßen zu reden!

Verraten Sie uns in kurzen Worten, welche Zukunft Sie für Oribe innerhalb der Kao sehen.

Daniel: "Es gibt verschiedene Bereiche zu beachten. Unser Produktentwicklungsteam bekommt nun Zugang zu Kaos erfolgreicher Forschung und Entwicklung. Ich traf einige Forschungswissenschaftler von Kao, die mich mehr als beeindruckten. Ich habe noch nie so etwas gesehen. Wir kreieren ja bereits tolle Produkte, die von unseren Kunden geliebt werden, der neue Forschungszugang wird uns auf diesem Weg weiter begleiten. International gesehen sind wir mit 40 Ländern klein – aber Kao ist auf diesem Gebiet Experte. Sie werden uns beim Ausbau unseres Geschäftes begleiten. Unsere Organisationen ähneln sich sehr in der Denkweise und sie verfügen über sehr talentierte Mitarbeiter. Zusammen sind wir stärker. Kunden und Friseure wollen heutzutage einfach mehr. Cory hat viele interessante Ideen, auf lange Zeit gesehen. Diese werden die professionelle Division sowie all unsere Aktivitäten positiv beeinflussen.“ 

Wunderbar. Cory, wie sehen Sie das? 

Cory: "Ich würde sagen, dass das Wichtigste für die Zukunft aus meiner Sicht, und ich denke, dass das besonders wichtig für die Oribe Salons ist, dass wir die Marke nicht verändern werden. Wir haben eine tolle Marke mit einem ganz besonderen Momentum gekauft, die von der Branche geliebt wird. Ich denke, es ist sehr wichtig für die Menschen zu wissen, dass wenn sie fragen „Was sind die Pläne von Kao?“, die Antwort lautet, dass wir mehr von dem tun wollen, was bereits getan wurde, aber breiter aufgestellt und profunder. Wir wollen die Exklusivität der Marke beibehalten, genau wie deren Positionierung und auch die Art der Salons, die mit der Marke zusammen arbeiten, soll die gleiche bleiben. Oribe wird sich nicht verändern. Ich weiß, dass das immer eine große Frage ist, wenn eine größere Marke eine kleinere kauft oder wenn eine multinationale Marke eine feine, exklusive Salonmarke erwirbt.  Einige Unternehmen haben hier keinen guten Job gemacht. Wir haben auch unsere Erfahrungen in dieser Hinsicht. Das gesamte Management Team beider Marken hat dies bereits erlebt. Wir wollen es richtig machen. Das ist das wichtigste Thema, wenn wir über unsere Pläne reden. Wir versuchen es richtig anzustellen und die Marke sowie die Gründer der Marke zu honorieren.“ 

Hinsichtlich Education: Wie werden Sie die Farb- und Stylingwelt aufstellen, wo Sie jetzt gemeinsam ein Team sind? Ich weiß, dass Oribes Seminare sehr friseurfreundlich sind.

Cory:  "Wenn Sie über den Zusammenschluss der Trainingsabteilungen sprechen, dann ist es wichtig, dass wir auch über unsere bereits bestehende Kooperation reden. Wir arbeiten bereits in Sachen Education seit 2015 zusammen. Wenn Oribe ein Event veranstaltet, werden die Farbprodukte von Goldwell mit ins Spiel gebracht. Unsere Coloristen sowie leitende Angestellte von uns besuchen das Event. Wir präsentieren uns den Oribe Kunden. Die Oribe Stylisten haben die Möglichkeit, unsere Farben auf der Bühne zu erleben und zu erfahren, wie wunderbar diese sich mit den Oribe Produkten vertragen. Das gibt es schon. Und auch das wird mehr oder weniger genau so bleiben. Oder es wird etwas intensiver und breiter gefächert sein. Ich denke, wir haben einen wirklich guten Ansatz, uns zu ergänzen – mit unseren Artisten und unseren Produkten. Ich denke, dass es hinsichtlich dessen kaum Änderungen geben wird, außer dass Oribe nun Zugang zu unseren 30+Akademien weltweit hat. Oribe bekommt jetzt in vielen Städten weltweit ein „Zuhause“, so dass wir zeigen können, dass das, was sie so beliebt macht, auch uns wachsen lässt.“ 

Daniel: "Dreißig Akademien sind ein großer Vorteil in der Branche. Ich würde noch hinzufügen, dass Farbe ein wichtiger Teil des Stylistenvokabulars und natürlich auch für die Kunden wichtig ist. Wir unterrichten Schnitt, Styling und Finish in unserem 'Journey to Mastery' Programm und bietet ein robustest Educationangebot für unser Salonnetzwerk. Die Kooperation der letzten Jahre hat beiden Marken viele Vorteile gebracht. In Zukunft werden wir weitere Farbtechnikkurse anbieten, denn als Partner können wir richtig groß denken."

Im letzten Jahr waren wir in Barcelona zum Global Zoom Event. Wir haben dort nicht nur Goldwell sondern auch KMS gesehen. Wird Oribe in diesem Jahr in Toronto groß auftrumpfen?

Cory: "Nun, darüber muss noch entschieden werden. Wie Daniel sagte, wir müssen uns ziemlich bald alle zusammensetzen. Wir würden es begrüßen, die Oribe Kunden einzuladen und unsere anderen Marken kennen zu lernen, Menschen zu treffen, die unsere Marken lieben. Wenn wir hier einen Weg finden, die Exklusivität von Oribe beizubehalten und dem Oribe Ethos treu bleiben können, dann könnte man sich das vorstellen. Aber erst müssen wir herausfinden, ob das möglich ist."

Was passiert in Zukunft mit Oribes Trainern wie Kien Hoang, James Pecis auf der Fashion Week und weiteren modeorientierten Events?

Daniel: "Wir werden uns weiterhin intensiv der Modewelt widmen. Wir haben unser 'Journey to Mastery' Programm, welches all unsere Educators durchlaufen, um ihre Fähigkeiten, ihre Schnelligkeit und Genauigkeit unter Beweis zu stellen. Wir sprechen hier von Flechtkreationen, Hair Sewing oder einem Chignon. Der Inhalt dieses Seminarprogramms dient genau dazu, auf Fashion Weeks arbeiten zu können. Kien, Oribe Director of Training & Content, hat im letzten Jahr 13 Schauen begleitet. Wir werden dies beibehalten, denn diese Arbeit gehört zum Ethos der Marke und ist ein Ritual, welches zur „Reise“ der Stylisten gehört. James ist ein außergewöhnlicher Trainer. Er bringt sein Team nach Europa und gibt dort 20-30 Shows per Saison. Es ist toll, zu sehen, wie jüngere Stylisten, die noch nie an diesem Programm teilgenommen haben, eine Chance bekommen, dies zu tun."

Cory, erzähen Sie ein wenig zu Ihrem Background als Salon Manager und wie dieser Ihre leitende Position bei Kao beeinflusst. 

Cory: "Ich denke, das hat mich bei Vielem in meiner Arbeit beeinflusst. Das Wichtigste ist, wenn wir uns als Führung darüber unterhalten, wo wir in Zukunft sein wollen oder was wir auf den Markt bringen möchten. Dann sehe ich das direkt aus der Sicht eines Salonbesitzers. Was ich damit sagen will: Wir haben jedes Mal einen Salonmanager mit am Tisch sitzen. Und mit John Moroney, unserem Creative Director, haben wir stets einen Friseur dabei. Jedes Mal, wenn wir eine große Entscheidung treffen, hat der Salonmanager einen Repräsentanten dabei. Ich sehe mich noch immer als Salonmanager, der zufällig Präsident der Salon Division ist, und nicht als Präsident, der mal ein Salonmanager war. Dies beeinflusst in der Tat alles was wir tun und jede Entscheidung, die wir treffen."

Dies hier ist für die Leser des Estetica Magazins. Eines der Mantras von Goldwell lautet "We think stylist.” Wenn wir über die Friseure sprechen, die bereits Teil der Kao Familie sind, wie wird die Einführung von Oribe sie direkt betreffen?

Cory: "Die generelle Kao Mission lautet, das Leben der Stylisten zu bereichern, genau wie das der Salonbesitzer und deren Kunden. Mit bereichern meine ich, dass sie mehr Erfahrung erhalten können. Jetzt, wo wir Oribe haben, werden sie wiederum neue Erfahrungen sammeln könnnen. Bereichern bedeutet zudem meiner Meinung nach, dass unser Geschäft gestärkt wird und die künstlerische Seite mehr betont wird. Wir sehen uns als Partner von Friseuren, die ihren Fokus auf dem künstlerischen und geschäftlichen Aspekt haben. Ihnen werden Chancen eröffnet, die sie vorher nicht hatten – den Stylisten und den Kunden. Dafür sind wir da. Das ist unsere Mission. Sie werden Dinge sehen, erleben, die sie zuvor nicht kannten. Es wird sie zu besseren Friseuren und zu besseren Salonbesitzern machen."

Wir haben gerade erfahren, dass es bereits seit drei Jahren eine Kooperation zwischen Oribe und Goldwell gibt. Wenn Sie beide jeweils eine Sache am anderen mögen, die Ihnen besonders gefällt, welche ist das?

Daniel: "Ja, wir arbeiten bereits seit drei Jahren zusammen. Wir hatten uns bereits 2011 zusammengesetzt und auf diesen Punkt hingearbeitet. Ich genieße die starke Führungskraft der Kao Organisation und die Educators sind außergewöhnlich. Sie tun alles mit Leidenschaft, genau wie unser Team. Es ist eine wahre Freude mit ihnen etwas zu kreieren und zusammen zu arbeiten."

Cory: "Meine Antwort ist in der Tat sehr ähnlich. Ich denke, wir teilen eine gemeinsame Mission für die Branche und eine Vision für unsere Marken. Was mir am Arbeiten mit den Teams gefällt ist, dass wir nie wirklich erklären müssen, was wir meinen, da wir einfach ähnlich denken. Jeder versteht, worum es geht, wenn wir über Exklusivität sprechen oder wenn wir den Begriff Hairdressers-first erwähnen oder wenn wir darüber sprechen, sicher zu stellen, dass der Salonbesitzer in jeder Instanz dazu gewinnt. Es gab bisher noch keine Debatte oder langwierige Erklärung, denn wir sind bereits auf der selben Seite. Oft kann eine Allianz ziemlich schwierig werden, oder es gibt jede Menge Erklärungsbedarf, was in dieser oder jenen Position zu tun ist. Wir müssen uns nicht mit solchen Konversationen „herumschlagen“, denn wir haben bereits dieselbe Sichtweise."

Sie haben also schon seit langem miteinander geliebäugelt. Aber erinnern Sie sich genau an den Moment, in dem Sie gesagt haben: „Okay, lasst uns das Risiko eingehen?“ 

Cory: "Nun, für mich stand das schon lange bevor Kao und Oribe, Luxury Brand Partners, dies entschieden, fest. Ich hatte mich schon vor langer Zeit in die Marke verliebt. Daniel wird Ihnen bestätigen, dass ich seit 2011 davon spreche. Das war, bevor irgend jemand bereit war, das zu erwähnen. Ich hatte es im Kopf und visualisierte die Transaktion seit langem. Der Moment als wir erfuhren, dass es wirklich passieren wird, war irgendwann im letzten Jahr. Es gab so viele Meilensteine zu setzen und irgendwann realisiert man, dass jetzt der Zeitpunkt da ist. Wir hatten alle auf dem selben Stand, unsere Kollegen in Tokio, Luxury Brand Partners, das Oribe Team. Da ist dieser eine Punkt, an dem sich alles zusammenfügt, aber in meinem Herzen hatten ich das schon lange zuvor entschieden. Es ist, wie die Luxury Brand Partners Leute sagen, die Marke musste nicht unbedingt verkauft werden. Es braucht einfach ein paar Gespräche und dann jemanden, der als erster die Hand hebt und sagt „Lasst uns sprechen.“

Welche finale Message möchten Sie in Bezug auf die direkte Zukunft von Oribe teilen?

Cory: "Das Wichtigste was ich sagen möchte, ist: Die Marke Oribe wie sie ist. Ich denke, je öfter wir das wiederholen, desto besser ist es für die Branche. Wir wollen, dass die Menschen wissen, dass wir diese Marke lieben und dass man nichts reparieren muss, wenn etwas funktioniert."

Daniel: "Ich möchte hinzufügen, dass ich gebeten wurde, meine Position als Mitbegründer und Präsident weiter führen. Oribe wird sein Team und seinen Vertrieb beibehalten. Das Team freut sich sehr auf unsere Reise. Wir sind nach wie vor besessen von Oribe."

 

 

 

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