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Im Gespräch mit Gio: Barbershop Insights mit Gio ‹Thenewkid›

Freitag, 12. Oktober 2018 09:41

In der Barbierszene steht sein Name Synonym für Präzision und erstklassige Qualität. Er ist einer einer der renommiertesten internationalen Barbiere.

Kein Wunder, denn in seiner früheren Funktion als Educator von Schorem, dem wohl berühmtesten Barbershop der Welt, beherrscht er die gesamte Klaviatur des Barbierhandwerks par excellence: Gio ‹Thenewkid› verfügt über einen sehr großen Erfahrungsschatz, denn er bereiste als Stage-Artist oder Jury-Mitglied vieler internationaler Barbier-Wettbewerbe, die Welt. Seit Herbst 2018 gehört er auch zum WAHL Artistic Team und vermittelt höchstes Barbier-Know-how an seine Seminarteilnehmer. Doch auch unternehmerisch bleibt Gio nicht stehen und hat sich mit ‹Gio's Chop Shop Barbershop› in Rotterdam selbstständig gemacht.

Im Gespräch mit Gio konnten wir mehr über sein Erfolgsgeheimnis erfahren und spannende Barbershop-Einblicke gewinnen.

 

1.Weshalb bist du Barbier geworden? Ehrlich gesagt ist die Antwort ganz simpel: Ich hatte es irgendwann satt nur Frauen die Haare zu schneiden. Scherz ... (lacht). Nein natürlich nicht. Tatsächlich mag ich das Handwerk der Barbiere sehr und arbeite gerne im Barbershop. 

2.Du bist als Barbier sehr erfolgreich unterwegs, was ist dein Erfolgsgeheimnis? Ich glaube nicht, dass es ein Erfolgsgeheimnis gibt, um erfolgreicher Barbier zu werden. Es entwickelt sich von selbst. Wenn du bodenständig bleibst und hart arbeitest und Leidenschaft für das Handwerk mitbringst, dann sind das schon mal gute Voraussetzungen. Man muss ständig dranbleiben, üben, sich verbessern, nicht aufgeben, an sich selbst arbeiten, dankbar sein und bereit sein noch härter zu arbeiten. Für ganz wichtig halte ich es, die Fähigkeit zu entwickeln, sich wirklich auf den Kunden individuell einzulassen, um den passenden Look für sie entwickeln zu können. Genauso wie jeder Typ anders ist, ist es auch sein Look. Du kannst zehn Kunden am Tag ein und denselben Haarschnitt machen, die Aufgabenstellung ist dennoch jedes Mal anders, weil die Gegebenheiten immer anders sind.   

3.Was macht aus deiner Sicht einen richtig guten Männerhaarschnitt aus? Ein guter Männerhaarschnitt ist dann gelungen, wenn alle Proportionen passen und der Kunde den Look daheim ganz einfach nachstylen kann. Für mich ist es wichtig, dass meine Kunden mit ihrem Haarschnitt sehr gut zurechtkommen und das Styling nicht zu einer täglichen Stressaktion wird. Es ist schon wie eine Kunstform, so einen Männerhaarschnitt hinzukriegen.   

4.Gibt es eine Lieblingsmaschine von Wahl? Wenn ja, warum? Ich benutze etliche Maschinen von Wahl. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören die klassische Moser 1400 und der neue Cordless Senior. Ich arbeite auch sehr viel mit dem Super Taper, denn der ist super robust, das mag ich. Mein „Clipper-Repertoire“ hat sich natürlich über die Jahre weiterentwickelt, denn bei einem guten Haarschnitt geht es um Details. Nur wenn du das Prinzip der Präzision verstanden hast und beherrschst, hebst du dich von der Masse ab. Jede Maschine hat einen anderen Effekt. Ich arbeite bei jedem Haarschnitt mit mehreren Maschinen, unter anderem Magic Clip, Cordless Senior, Beret, Detailer und Finale. Das ist meine Grundausstattung, mein Handwerkszeug sozusagen.   

5.Thema Bart. Kommt er? Geht er oder gibt’s neue Trends? Ich denke nicht, dass Bärte Teil eines Trends sind. Es gab sie schon immer. Die Leute haben es zum Trend gemacht. Traditionelle Barbershops gab es schon immer und dementsprechend auch die Nachfrage nach Bartpflege beim Männerstyling allgemein. Ich gehe also nicht davon aus, dass die Nachfrage nach Bärten jemals abnehmen wird. Männer werden immer einen Barbershop aufsuchen, um sich einen guten Haarschnitt machen zu lassen oder ihren Bart in Form bringen lassen. 

6.Welcher Haarschnitt ist derzeit bei Männern am meisten gefragt? Gibt es neue Trends, die von den Salonkunden kommen? Ich denke Side Parts und Pompadours sowie die Business Cuts gehören zu den meist gefragten Haarschnitten. Die sind nicht neu und darum geht es auch nicht. Es geht um Qualität, um Details, um Präzision, um Proportionen und um guten Service, bei dem sich Männer schlichtweg wohlfühlen. Über Trends kann ich nicht viel sagen. Ich bin Barbier und für mich geht es eher darum meinen Kunden ihren individuell passenden Haarschnitt zu machen, anstatt Trends zu verfolgen. 

7.Lernen und Lehren. Als Mitglied des Wahl Artistic Teams trainierst du Barbiere/innen und solche die es werden wollen. Worauf kommt es an? Ich versuche ständig die Leute zu motivieren ihr Bestes zu geben, egal ob Anfänger oder Berufserfahrener. Aber gleichzeitig versuche ich den Leuten auch die wahren Werte des Lebens zu vermitteln, denn ich glaube daran, wenn du dir Mühe gibst ein guter Mensch zu sein, wirst du auch ein besserer Barbier. Darum geht es im Barbering letztendlich, sich um die Person in deinem Barberstuhl zu kümmern.  

8.Was rätst du einem Berufsanfänger, der unbedingt als Barbier erfolgreich werden möchte? Sei wie ein Schwamm!  Sauge das Wissen das dir vermittelt wird förmlich auf, bleib bodenständig und hör nie auf dein Bestes zu geben! 

9.Dein bester Moment als Barbier? Oder dein bester Moment den du im Barbershop erlebt hast? Zu den besten Momenten gehören für mich als ich anfing bei Schorem zu arbeiten und dass ich jetzt nach vielen Jahren harter Arbeit, meinen eigenen Barbershop in Rotterdam, „Gio’s Chop Shop“, eröffnet habe. 

 

Mehr Informationen unter: 

gioschopshop.com 

wahl-professional.de

instagram.com/giothenewkidofficial/

 

Copyrights Fotos: S.G. Anderson 

  • Gio ‹Thenewkid›



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