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Endlich mehr Haare! Mit Profi-Verdichtungen und Extensions

Montag, 19. November 2018 20:01

Dos & Dont's: Im Interview zum Thema Tape-Extensions mit Sacide Hülya Ergin, Inhaberin von Le Salon in Baden-Baden.

 Ihr Markenzeichen ist ihre Balayage Technik. Ihr Steckenpferd sind Haarverdichtungen und Extensions mit der Tape Variante. Wir haben Saloninhaberin Sacide Hülya Ergin zum Interview getroffen und sie nach ihren Erfahrungen und den Dos und Dont’s zum Thema Extensions befragt.

 Eine Kundin kommt zu dir in den Salon und die Haare sind total kaputt. Wann empfiehlst du ihr eine Haarverdichtung?

Ich schaue mir zunächst ihre Haarqualität und die vorhandene Haarmenge an. Eine Verdichtung bedeutet nicht unbedingt längeres, aber volleres Haar. Extensions machen aus wenig Haar mehr und verlängern das Haar gleichzeitig. Natürlich achte ich auch darauf, welche Frisur ihr vom Typ her steht. Zudem kann nicht jeder mit Verdichtungen oder Extensions umgehen. Bei sehr feinem Haar ist es wichtig, auf die vorhandene Menge an Haar zu schauen. Denn schließlich soll man die Verdichtung ja nicht sehen. 

Ab welcher Länge machst du Verdichtungen rein?

Mit viel Geduld und mit viel Arbeit lässt sich auch schon kinnlanges Haar verdichten. Ich würde aber lügen, wenn ich sage, dass es dann vorn natürlich aussieht. Hat die Kundin viele Haare, dann funktioniert das natürlich besser. Feines, kurzes Haar braucht viel Geduld, viel Arbeit und auch viel Styling seitens der Kundin. Bei kürzerem Haar müssen die Extensions alle vier Wochen hochgesetzt werden, damit man sie nicht sieht. 

Was sind denn die größten, sagen wir mal „Ängste“ der Kundinnen hinsichtlich Extensions?

Die größte Angst ist, dass Extensions das eigene Haar schädigen. Bei Tapes gehen die Haare nicht kaputt. Das nächste Thema ist, dass sich viele Kundinnen sorgen, dass man die Extensions sieht. Man sieht Extensions aber nur, wenn sie schlecht gemacht sind, finde ich. Ich mache das oft so, dass ich interessierten Kundinnen eine Kundin vorstelle, die bereits Extensions von mir hat. Das ist die beste Werbung, oder sie bekommt auch mal testweise eine Strähne eingesetzt. Und natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. 

Was muss denn die Kundin beachten und wann sind Extensions nicht empfehlenswert?

Zunächst einmal: Sie sollte ihre Haare immer föhnen. Ich arbeite ausschließlich mit Tape Extensions und diese sollte sie genau wie auch ihr Haar intensiv pflegen. Es bringt nichts, einer Kundin teure Extensions ins Haar zu arbeiten, wenn sie damit nicht umgehen kann. Wenn eine Kundin sagt, dass sie ihr Haar generell nur wäscht und dann lufttrocknen lässt, dann sind Extensions meist nichts für sie und sie wird unzufrieden sein. Bei dauerhaftem Haarausfall empfehle ich auf keinen Fall Extensions, da dann Kopfhaut und Haar zusätzlich belastet werden. 

Muss ich mein Haar anders pflegen, wenn ich Extensions drin habe?

Das Haar sollte genau wie das eigene gepflegt werden. Shampoo, Conditioner, Leave-in Produkte. Silikone und Inhaltsstoffe, die das Haar ölig machen, sind nichts für Tape-Extensions. Denn dann verrutschen die Tapes. Man sollte auf spezielle Salonpflegeprodukte achten, die nach Möglichkeit ohne Silikone, Parabene, Phosphate und Sulfate sind. Denn diese lösen den Kleber ebenfalls und machen das Haar trocken. Zur Pflege schwöre ich übrigens auf silikonfreies Nashi Argan Öl. Das Haar muss immer geföhnt werden, also bitte nie nass lassen, sonst verheddern sie und die Struktur wird geschädigt. Und immer bürsten, das geht auch mit Extensions wunderbar. Spätestens dann, wenn man Extensions beziehungsweise Verdichtungen hat, sollte man sich übrigens eine Profihaarbürste zulegen. 

Wann sollte die Kundin dann wieder zum Friseur kommen?

Ich empfehle alle 6-8 Wochen. Haare, die schnell wachsen, die müssen alle 6 Wochen kommen. Meist kommen die Kundinnen in diesem Rhythmus sowieso zum Auffrischen der Farbe, des Ansatzes oder für Strähnchen. Dann lässt sich das wunderbar kombinieren und ich setze die Extensions gleichzeitig hoch. 

Was bedeutet Hochsetzen? Kann man die Tape Extensions wiederverwenden?

Natürlich. Wenn man seine Tape Extensions gut pflegt, hat man lange Freude daran, manchmal sogar bis zu einem Jahr. Man kann die Extensions dann immer wieder hochsetzen. Sie werden mit einem speziellen Spray aus dem Haar gelöst, mit neuen Tapes versehen und wieder eingesetzt. Wie gesagt, je intensiver man die Extensions pflegt, desto länger halten sie. Kur und ja, auch Hitzeschutz ist wichtig – auch beim Föhnen. 

Gibt es für dich derzeit Alternativen zu Tapes?   

Nein, nicht wirklich. Tressen vielleicht. Aber bei Tressen sage ich immer: Bei feinem Haar bitte Finger weg. Das sieht man. Man hat dann einen „Kranz“ um den Kopf. Tressen sind für Kundinnen, die viele oder auch lockige Haare oder leichte Wellen haben. Feine und glatte Haare – nein. Was bei Tressen auch sehr schön ist: Sie schädigen das Haar nicht. 

Die schönste Farbauswahl hat welche Marke für dich?

Das ist schwierig und relativ. Die einen haben wunderschöne Blondtöne, die anderen traumhafte Braun- und Beigenuancen. Hairdreams hat megaschöne Farben. Alle Blondtöne sind sehr natürlich. Seamless1, die neue Marke mit der ich arbeite, bietet Haarsträhnen mit perfektem Balayage-Verlauf. Das sieht sehr natürlich aus und passt toll, weil ich selbst in meinem Salon sehr viel mit der Balayage-Technik arbeite.

Was wünscht du dir von den Extensionsfirmen?

Die Größen der Tapes sind ein Thema. Sind die Tapes fein, gehen sie schneller raus. Die Minis halten zum Beispiel nicht so lange, weil die Kraft einfach nicht so da ist, wie bei den breiteren Tapes und die (Raus)Rutschgefahr ist größer. Die breiteren Tapes halten einfach länger. Ich würde mir verschiedene Breiten von einer Marke wünschen. Hairtalk hat Minis und schmale, das ist toll. Und ganz ehrlich, ich wünsche mir auch ein wenig mehr Toleranz seitens der Hersteller wenn mal eine Haarqualität nicht stimmen sollte. Das Reklamieren funktioniert nur sehr schwer. Ich mache das ja nicht nur wegen mir, sondern hauptsächlich wegen den Kundinnen. Heutzutage sind die Kundinnen unheimlich anspruchsvoll und informiert. Zudem hätte ich gern ein wenig mehr Information für uns Friseure, die wir an die Kundinnen weitergeben können. Eine schönere Verpackung wäre ebenfalls wünschenswert, damit wir diese hochwertigen Produkte entsprechend präsentieren können. Ganz tolle Verpackungen hat übrigens Seamless1. 

Machst du mehr Verdichtungen oder mehr Verlängerungen?

Ich mache eigentlich mehr Verdichtungen. Direkt nach Verlängerung, also längerem Haar wird nicht so oft gefragt, wie nach dichterem, vollerem Haar. Und es kommen übrigens sowohl Blondhaarige als auch Brünette zum Verdichten. Da gibt es keine spezielle Haarfarbe, die man auf Lager haben sollte. 

Noch ein paar Tipps von mir: Man sollte nie mehr Haar einsetzen (lassen) als die eigenen. Diese „Prachtmähnen“ sind meiner Meinung nach für den Alltag nicht tauglich. Vielleicht mal für ein Event. Aber wenn das Haar zu schwer wird, dann ist das auch nicht gut fürs Haar und für die Kopfhaut. Die Kundin kann mit zu vielen Extensions nicht umgehen. Ich finde man sollte auch auf die Proportion achten. Meine Kundinnen kommen wieder und bleiben dabei. Sie haben die Haare als Verdichtung und lassen ihr eigenes wachsen. Sie wollen gar nicht mehr auf Verdichtungen verzichten. Und noch ein Tipp zu Verlängerungen: Speziell bei einer Verlängerung sollte man immer zwei Nuancen miteinander kombinieren, das sieht einfach viel natürlicher aus.

 

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  • Haarverdichtung mit Tape Extensions



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