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"Der Austausch mit Kollegen steht im Mittelpunkt"...Interview mit Antonio Weinitschke

Freitag, 28. Dezember 2018 07:57

Antonio Weinitschke ist Art Director des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks und leitet mit seiner Frau einen exklusiven Salon in Aachen.

Wir haben Antonio Weinitschke zum Interview getroffen, ihn gefragt, wie sein Alltag ausschaut, wofür sein handwerkliches Herz schlägt und was er macht, wenn er keine Haare schneidet.


Seit Juni 2017 bist du der kreative Kopf des Modeteams des Zentralverbandes. Dein Fazit bis dato?

Auf jeden Fall war’s viel Arbeit, die mir Spaß bereitet und positives Feedback erfährt. Trotz sparsamen Haushaltes ist es mir und meinem Team gelungen, zwei trendorientierte Modemagazine zu produzieren, bei dem der Fokus auf präzise Haarschnitte und tragbare Stylings lag. Das Modemarketing des Zentralverbandes ist für unsere Mitglieder interessanter geworden. Das Inspiration & Style Weekend in Berlin war ein erster Erfolg, Zusammen mit unserem fördernden Partner Wella Professionals gestalteten wir ein erlebnisreiches Wochenende in Berlin. Der Austausch mit den Kollegen stand und steht stets im Mittelpunkt. Denn nur so erfahren wir, was die Basis von uns erwartet. Im Januar 2019 veranstalten wir das nächste Inspiration & Style Weekend in Zusammenarbeit mit Paul Mitchell und dem Österreichischen Fachverband in Salzburg. Ich freue mich schon darauf.

 

Was willst du anders, besser machen?

In erster Linie möchte ich Bewährtes fortsetzen und festigen und neue Marketingstrategien für den Verband ausweiten. Die fachliche Qualität steht dabei an erster Stelle. Ich möchte mit meinem Team Modekollektionen erarbeiten, die in den Salons unserer Mitglieder und deren Kunden Beachtung finden und im täglichen Salonalltag umgesetzt werden können. Ein Ziel von mir ist aber auch, junge Kolleginnen und Kollegen für den Beruf zu begeistern und ihr Interesse zu wecken, sich bei einer gemeinschaftlichen Zusammenarbeit im Ehrenamt für unser kreatives Handwerk zu engagieren.

 

Und was machst du, wenn du keine neuen Looks für den ZV kreierst? 

In erster Linie bin ich Friseur aus Leidenschaft und das zeige ich täglich meinen Kunden im Salon. Ich bin stolz darauf, was ich in den gemeinsamen Jahren zusammen mit meiner Frau und meinen Mitarbeitern erreicht habe.  Die Wertschätzung, die wir von unseren Kunden erfahren, macht uns glücklich. Darüber hinaus engagiere ich mich als Obermeister meiner Innung für die Belange der Friseure unserer Stadt. Als Prüfungsvorsitzender habe ich stets ein waches Auge auf die Auszubildenden unserer Innung und geleite sie entspannt durch die Prüfungen. Auch in der Meisterausbildung bin ich aktiv als Dozent in zwei Meisterschulen unserer Region tätig. Hierbei ist es mir wichtig, dass unsere zukünftigen Meister ihr Handwerk intensiver beherrschen und damit für unseren Nachwuchs lehrbare Methoden weiter geben können. 

 

Woher kommt deine Kreativität, was begeistert dich?

Ich denke meine Kreativität wurde mir in die Wiege gelegt. Schon früh habe ich mich für schöne und kreative Dinge begeistern können, wobei hier handwerkliches Geschick schon immer eine Rolle spielte. Mir haben Handarbeiten, wie Häkeln, Stricken und Nähen schon sehr früh viel Spaß bereitet, aber auch technische Handwerke wie Schrauben und Bohren, elektrische Systeme und Malern gehören zu meinen Leidenschaften. Ich denke das liegt auch daran, dass das ganzheitliche schulische Bildungskonzept in der ehemaligen DDR für meinen Ideenreichtum mit verantwortlich ist.

 

Bietet dir der Zentralverband genug von dieser kreativen Freiheit oder gibt es Regeln?

Ich denke, der Zentralverband und seine Mitglieder wissen meine Leistung und mein Engagement zu schätzen und lassen mir auch in meinen Arbeiten und bei meinen Ideen einiges an Spielraum. Natürlich gibt es auch Regeln und Strukturen zeitlicher und manchmal auch finanzieller Natur. 

 

Mode ist ein zentrales Thema deiner Arbeit. Gibt es bereits Kooperationen mit Fashion-Designern?

Leider nicht, aber die Idee ist mir auch schon gekommen und könnte in der Zukunft auch eine Rolle bei zukünftigen Projekten spielen. Ist auf jeden Fall ein Thema, das es zu verfolgen gilt.

 

Straßentaugliche Looks kreieren – lautet so die Maxime der nächsten ZV-Kollektionen?

Genau das haben wir in unserer neuen Kollektion wieder in den Fokus gestellt, denn das erwarten unsere Kolleginnen und Kollegen an der Basis. Sicher ist aber auch, dass es den ein oder anderen Style geben wird, der den Betrachtern ein neues Modeverständnis abverlangt. Mode wird heute nicht neu erfunden, sondern auf den Zeitgeist angepasst, von neuen Generationen anders interpretiert und so aktuell neu definiert.

 

Welcher Look gefällt dir im Moment besonders? 

Ich mag es, wenn Haare gepflegt und gut gestylt sind. Frisuren sollten vielfältig sein und den Typ unterstreichen. Dabei spielt die Haarlänge eine untergeordnete Rolle. Ich bin bekannt dafür, dass ich Bobvariationen in allen Form und Längen mag - mein Markenzeichen sozusagen. Hier kommt es natürlich immer auf den perfekten Schnitt an.

 

Was machst du, wenn du keine Haare schneidest?

Bei all meinen vielen Arbeiten und Projekten spielt Entspannung für mich eine wichtige Rolle und das tue ich auch regelmäßig. Ich liebe es einfach auf der Couch zu liegen und mir gemeinsam mit meiner Frau schöne Filme oder gute Serien anzuschauen. Dabei kann ich gut abschalten und entdecke auch hier immer wieder neue Ideen für tolle Styles und coole Looks. Auf Haare und Mode achte ich einfach immer. Außerdem mag ich klassische Musik, gutes Essen und guten Wein. Das ist gut für die Seele und macht den Kopf frei für neue Impulse und Kreativität.

 

Wie sieht deine Haar-Routine aus?

Meine Haarroutine ist sehr unterschiedlich. Aller sechs Wochen werden die Haare geschnitten, mal mehr, mal weniger, und mit diesem Haarschnitt trage ich stetig unterschiedliche Stylings. Mal glatt nach vorn, mal klassisch mit Scheitel, mal lässig stehend oder auch einfach lockig. Da ich sehr dichtes und naturgewelltes Haar habe, geht das auch alles problemlos. Ich mag es, wenn man sich nicht auf einen Look festlegt. Zum Stylen verwende ich Wachs oder Gel. Und Haarspray muss immer sein. Nach dem morgendlichen Styling fass ich mir dann auch nicht mehr in die Haare. Der Look ist dann für den ganzen Tag und Abend fixiert. 

 

Zur Person

Antonio Weinitschke wurde 1966 in Frankfurt/Oder geboren, wuchs in Leipzig auf und lebt seit 1989 in Aachen. Dort führt er zusammen mit seiner Frau Kerstin und im Team mit zwei angestellten Meisterinnen seinen eigenen exklusiven Hair-Salon. Seit Juni 2017 leitet Antonio in seiner Position als Art Director die kreativen Geschicke des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks.

 
  • Making-of Credit_ZV Friseurhandwerk



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  • Making-of Credit ZV Friseurhandwerk Mario Naegler



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