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Der ZV sagt: Daumen hoch fürs Konjunkturprogramm, aber...

Donnerstag, 04. Juni 2020 10:21

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) begrüßt das Konjunkturprogramm der großen Koalition, insbesondere die befristete Senkung der Mehrwertsteuer.

„Damit soll der Binnenkonsum gestärkt werden. Ein gutes Signal – auch für das Friseurhandwerk“, sagt Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des ZV.

Konkret soll vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent gesenkt werden. Weiter befürwortet der ZV die im Konjunkturprogramm angekündigten steuerlichen Entlastungen für Firmen und die geplante Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge. Sie bringe Arbeitgebern Verlässlichkeit und schütze die Nettoeinkommen der Arbeitnehmer, so Jörg Müller. Und auch der einmalige Kinderbonus sei ein richtiges Signal.

Doch an einem wichtigen Punkt sieht das Friseurhandwerk noch Handlungsbedarf. „Durch den Shutdown der 80.000 Salons im Frühjahr und aufgrund der aktuellen Corona bedingten Einschränkungen der Betriebe ist die hohe Ausbildungsbereitschaft im Friseurhandwerk nachhaltig gefährdet“, warnt Jörg Müller. „Im Mittelpunkt unserer wirtschaftspolitischen Forderungen steht deshalb die Unterstützung der Ausbildungsbetriebe. Wir brauchen jetzt einen Ausbildungsbonus.“

Die von der Allianz für Aus- und Weiterbildung, in der Vertreter von Bund, Ländern, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden sitzen, beschlossenen Maßnahmen zeigen zwar in die richtige Richtung, werden aber, so Jörg Müller weiter, nicht ausreichen. „Wenn in den kommenden Wochen und Monaten Ausbildungsverträge nicht abgeschlossen werden, wird im September kein Ausbildungsstart stattfinden.“ Eine solche Wirkung wäre fatal, sowohl für viele junge Menschen, als auch für die Zukunft des Friseurhandwerks.

Unterstützung für diese Sichtweise erhält der ZV ganz aktuell vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Dessen Direktor, Bernd Fitzenberger, schlägt vor, Betriebe bis zum 30. Juni 2021 bei den Kosten der Ausbildung zu entlasten. Für den Arbeitsmarktexperten ist eine Größenordnung von 250 Euro im Monat pro Auszubildenden sinnvoll.

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