21 September 2021

Digitalisierung der Salons: Estetica im Interview mit Nikbin Rohany

Shore ist Anbieter von Softwarelösungen und digitalen Kassensystemen speziell für Friseure. Estetica hat mit CEO Nikbin Rohany über wichtige Themen für 2021 gesprochen.

 

Die Fakten: In der Pandemie ist die Anzahl an Online-Terminbuchungen um ganze 50 Prozent gestiegen. Auch nach Ende des ersten Lockdowns gingen Neu- wie auch Bestandskunden insgesamt seltener zum Friseur als vor dem Lockdown (z.B. buchten Bestandskunden vor dem Lockdown pro Monat rd. 0,86 mal einen Termin, nach dem Lockdown 0,31 mal) – auch wenn die Buchungszahlen nach dem ersten Lockdown wieder deutlich angestiegen sind.

Lockdown Nummer 2 ist da. Inwiefern betrifft diese Situation Euer Unternehmen?

Die Hauptzielgruppe unserer Softwarelösung sind Friseur- und Beautysalons, die natürlich gerade sehr stark von dem erneuten Lockdown betroffen sind. Nichtsdestotrotz setzen die Salons weiterhin auf unsere Lösung, denn die Digitalisierung wird immer wichtiger, so dass die wenigsten unsere Software wieder einstellen. Ganz im Gegenteil – wir erhalten sogar vermehrt Anfragen für unsere Lösung während der Schließzeiten. Denn jetzt haben die Betreiber Zeit, um sich der digitalen Transformation zu widmen und ihre Systeme entsprechend umzustellen. Doch auch das zertifizierte Kassensystem beschäftigt viele. Zum 31. März 2021 soll schon die Frist zur finalen Umstellung ablaufen. Dienstleister tun also auch hier gut daran, die Zeit zu nutzen und entsprechend aufzurüsten.    

 Gibt es interessante Daten zum Kundenverhalten in Bezug auf Friseursalons? 

Die Mehrheit der Friseure klagt seit Beginn der Pandemie über weniger Kunden und nachlassende Buchungszahlen. Diese Lage spiegelt sich auch in unseren internen Zahlen wider: So hat sich zwar die Gesamtzahl der in die Systeme eingetragenen Termine aufgrund der Dokumentationspflicht verdreifacht und die Anzahl an Online-Terminbuchungen seitens der Kunden ist um ganze 50 Prozent gestiegen. Nach Ende des ersten Lockdowns besuchten Neu- wie auch Bestandskunden aber insgesamt seltener den Friseur als dies noch vor dem Lockdown der Fall war. Die Kundenfrequenz hat insgesamt signifikant abgenommen. So buchten Kunden vor dem Lockdown pro Monat rund 0,86 mal einen Termin, nach dem Lockdown hingegen nur noch 0,31 mal – gleichwohl die Buchungszahlen nach dem ersten Lockdown wieder deutlich angestiegen sind.

Nach einer kurzen Verschnaufpause aufgrund des erzwungenen Jahresend-Ansturms in den Salons ist jetzt doch genug Zeit, den Salon für die Zukunft fit zu machen, oder?

Ja, während die Mitarbeiter in den Salons kurz vor Weihnachten meist kaum zur Ruhe kommen, weil sich alle vor den Feiertagen nochmal einen neuen Haarschnitt wünschen, fällt dieses Geschäft für die Unternehmen im zweiten Lockdown nun erst einmal weg. Das ist natürlich hart für die Branche. Doch auch nach Ende des zweiten Lockdowns ist ein ebenso sprunghafter Anstieg an Buchungen zu erwarten, wie dies nach dem ersten der Fall war. Dann können die Salons wieder etwas aufholen. Aus dem ersten Lockdown haben wir gelernt, dass auch Dienstleister quasi systemrelevant sind und es eine Zeit nach der Schließung geben wird. Wichtig dabei ist, sich genau jetzt zu überlegen, was man heute schon tun kann. Hier gibt es verschiedene Optionen: Für die finanzielle Planung hilft es vor allem, Kunden dazu zu animieren, bereits Termine für den Januar zu buchen. Doch auch Gutscheine lassen sich ideal online vertreiben, um so zumindest etwas Umsatz in der Lockdown-Phase zu generieren. Falls ein Kunde hier Hilfe benötigt, bieten wir einen eigenen Webshop an. Gleichzeitig ist es wichtig, den Kontakt zu den Kunden nicht zu verlieren. Insbesondere Newsletter-Versände oder Social-Media-Posts schaffen die nötige Nähe in der Schließzeit. Und zu guter letzt kann man auf das digitale Kassensystem, und damit auf ein modernes und zertifiziertes System, umrüsten. 

Warum tun sich Friseure so unheimlich schwer damit, Terminkalender, Kundendatenbank und Werbung von analog auf digital umzustellen?

Der typische Friseur versteht sich in der Regel eher als Künstler statt als Unternehmer. Er liebt sein Handwerk und möchte sich am liebsten auch nur darauf fokussieren. Daher wird die Digitalisierung oft als zusätzliche Bürde anstatt als Chance gesehen. Dabei lassen sich durch digitale Systeme nicht nur die Umsätze steigern, sondern auch die Kundenzufriedenheit erhöhen. Zusätzlich kann man sich mittels der Tools und ihrer verschiedensten Funktionen vom Wettbewerb abgrenzen.

Stellen wir uns einmal einen ganz normalen Friseursalon vor, der sich jetzt digitalisieren will. Was macht er? Bei Shore anrufen und Shore übernimmt dann den Rest?

Der potentielle Kunde kann sich über verschiedene Kanäle bei uns melden – sei es Social Media, per Telefon, E-Mail oder Chat. Sobald er sich für eines der verschiedenen Modelle – also Basic, Plus oder Premium – entschieden hat, helfen wir beim Start mit der Software mittels eines persönlichen Gesprächs. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, Daten aus anderen Systemen zu importieren. Falls darüber hinaus Schwierigkeiten bestehen, ist unser Kundenservice zu den üblichen Geschäftszeiten erreichbar und führt den Betreiber auch gerne durch die Anwendung und gibt Hilfestellung. 

Mit welchen Kosten muss ein Salon rechnen, wenn er über Shore die Digitalisierung vornimmt? 

Wir bieten unseren Kunden ein breit aufgestelltes Software-as-a-Service-Modell mit verschiedenen Preis-Optionen, die auf die individuellen Bedürfnisse des Salons abgestimmt sind. Die günstigste Variante fängt schon bei 29 Euro pro Monat an. Außerdem können Salonbetreiber verschiedene Zusatzpakete (beginnend bei 35 Euro pro Monat) hinzubuchen. Hierzu zählen Online Shops für Produkte und Gutscheine, eine professionelle Webseite oder eine eigene App.


Vielen Dank für das Gespräch und auf eine digital erfolgreiche Friseurbranche 2021! 

Weitere Informationen unter: shore.com

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