21 September 2021

Coronakrise: Startschuss für Englands Friseure

ERSTER TAG!: Michaela Charles wäscht am 12. April 2021 im Friseursalon Taylor Cole in Truro die Haare eines Kunden. (Foto: Getty Images)

 

Da viele Salons in England in den letzten 12 Monaten bis zu 8 Monate geschlossen waren, ist heute der Tag, an dem Haarprofis und ihre Kunden die Wiedereröffnung unserer Branche feiern können. Gary Kelly

Nach den jüngsten Regierungsbesprechungen verläuft die COVID-Roadmap des Vereinigten Königreichs raus aus dem Lockdown planmäßig. Da mehr als 61% der erwachsenen Bevölkerung Großbritanniens mindestens ihre erste Impfstoffdosis erhalten haben und das Ziel vom 15. April, 32 Millionen der Bevölkerung zu impfen, bereits erreicht wurde, ist die Welle des Optimismus groß.

Der Optimismus ist definitiv in der Friseurbranche zu spüren. Salons und Friseurläden haben ihre Türen direkt wieder geöffnet, die Terminbücher sind mindestens die nächsten 3 bis 4 Wochen ausgebucht – einige sogar noch länger. Jeder ohne Termin, der hofft, sich diese Woche die Haare machen zu lassen, wird wirklich Probleme haben! Egal wie lange es es auch dauert, bis die Kampagne „die Köpfe der Nation zu scheren“ fertig ist – der positive Laune-Effekt sowohl für das Haar- und Beautygeschäft als auch für Kunden ist jetzt schon unermesslich.

An einem Wochenende, an dem die Zahl der COVID-Todesfälle in den letzten 24 Stunden mit sieben angegeben wurde, hat Premierminister Boris Johnson eine überwiegend libertäre britische Bevölkerung aufgefordert – bereits erschöpft von endlosen Einschränkungen ihrer bürgerlichen Freiheiten – sich weiterhin „verantwortungsbewusst zu verhalten“; Ratschläge, die vielleicht einmal tatsächlich den richtigen Ton treffen. Wir haben einen Premierminister, der sich des stets schwankenden Zustands unserer Volkswirtschaft bewusst sein muss. Zusammen mit Finanzminister Rishi Sunak hofft er, dass die heutige Wiedereröffnung von Friseursalons zusammen mit Einzelhandelsgeschäften und Gastättenbetrieb im Freien – dazu führt, dass Unternehmen und die Bilanz des Landes in den kommenden Wochen einen dringend benötigten Kickstart erhalten.

Verbraucher, die das Glück hatten, im vergangenen Jahr erwerbstätig geblieben zu sein, haben viel weniger ausgegeben, als sie normalerweise getan hätten, was nicht nur zu einem großen aufgestauten Wunsch geführt hat, auszugehen und Geld auszugeben, sondern auch dazu, die finanziellen Mittel zu haben, um dies zu tun. Welche Auswirkungen dies alles auf die Infektionsraten haben wird, weiß niemand, aber nach Angaben des University College London (UCL) tragen schätzungsweise 73,4% der britischen Bevölkerung COVID-Antikörper entweder durch Impfung oder durch bereits bestehende Immunität nach der Infektion. Das brennende Verlangen, wieder Normalität zu erlangen, ist, gelinde gesagt, verständlich.

 

Mit Berichten über 12-Stunden-Marathon-Schichten und einigen Salons, die sogar um Mitternacht ihre Türen geöffnet haben, geht es weiter in der an Schlaf mangelnden, aber sehr glücklichen britischen Haar- und Beautybranche – und zurück zu dem, was sie am meisten liebt!

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