29 May 2022

Zurück zur Natur? Aber nicht bei der Frisur!

Was ein gepflegter Haarschnitt mit Würde zu tun hat und welche Rolle Shampoo, Kuren und Styling dabei spielen, zeigen die Ergebnisse der vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) beauftragten Studie.

Während der Pandemie haben viele die Natur noch einmal richtig schätzen gelernt – Aktivitäten im Freien können bei Stress wahre Wunder bewirken. Auf dem Kopf möchten aber nur die wenigsten der Natur freien Lauf lassen. Der Grund: Das Bedürfnis, das Haar zu pflegen und zu gestalten, sehen die Menschen als einen zentralen Unterschied zum Tierischen, Wilden und Unkontrollierten, von dem sie sich abgrenzen möchten.

71 Prozent der in der tiefenpsychologisch-repräsentativen IKW-Studie „Frisur & Würde – Was wäre ein Leben ohne Haarpflege?“ befragten Frauen und Männer halten einen Friseurbesuch für essenziell. Eine gepflegte Frisur ist für sie ein wesentliches Merkmal des Menschseins und Ausdruck von Kultiviertheit. Frisur und Haarpflege sind daher weit mehr als nur rein oberflächliche Kosmetik. Sie sind vielmehr auf mehreren Ebenen – physisch wie psychisch – für die Menschen relevant.

Eine gute und gepflegte Frisur signalisiert schließlich, dass man sich und sein Leben im Griff hat. 76 Prozent der Befragten glauben, mit einem gepflegten Haarschnitt zeigen zu können, dass sie auf sich achten. 63 Prozent halten gepflegte Haare für einen Ausdruck von Respekt gegenüber anderen. Frisuren übernehmen damit eine Art gesellschaftliche Ausweisfunktion: Durch eine Frisur wird sichtbar, welche Position man innerhalb der Gesellschaft einnimmt und wie erfolgreich man ist.

Besonders für junge Menschen sind Gruppencodes relevant: 61 Prozent der jungen Männer und 49 Prozent der jungen Frauen glauben, mit ihrer Frisur Trendbewusstsein demonstrieren zu können. Stylingprodukte unterstützen hierbei dieses Bedürfnis: 37 Prozent der Befragten haben das Gefühl, über das Styling eigene Werte demonstrieren zu können.

Neben Trend, Zeitgeist und Gemeinschaft sind aber auch Persönlichkeit und Individualität wichtig. Über die Art und Weise, das eigene Haar zu schneiden, zu färben oder zu stylen, können Menschen verschiedene Nuancen ihrer Persönlichkeit betonen. 63 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer, die zum Friseur gehen, halten dies für persönlichkeitsbildend.

Foto: EIMI Wella Professionals

Einen Tag zu beginnen, ohne sich die Haare zu waschen oder zu stylen? Das ist nur für die wenigsten vorstellbar. Frisuren und die dazugehörigen Pflegeprodukte machen es für viele erst möglich, sich auf das Bevorstehende im Alltag einzustimmen. So sagen zum Beispiel 73 Prozent der Befragten, dass ein Shampoo ihnen das Gefühl gibt, den Dreck des Tages oder der Nacht abzuwaschen. Einmal in Form gebracht, fühlen sich die Befragten selbstbewusst, stark und sind für alle Tagesaufgaben gut gerüstet.

Und noch etwas ist wichtig: Bei einem Friseurbesuch und bei der täglichen Haarpflege geht es fast immer auch um Verjüngung und Erneuerung. 62 Prozent der befragten Friseurkundinnen und Friseurkunden geben an, sich mit einer frischen Frisur verwandelt und wie ein neuer Mensch zu fühlen. Besonders sichtbar wird dies beim Haare färben oder bei Strähnchen, wenn graue Haare abgedeckt und neue Highlights gesetzt wurden.

Birgit Huber, Bereichsleiterin des Kompetenzpartners Schönheitspflege im IKW: „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass eine gute Frisur und die richtige Haarpflege den Menschen ein Gefühl von Würde geben. Nimmt man ihnen die Möglichkeit, zum Friseur zu gehen und Haarpflegeprodukte zu verwenden, so fühlen sich viele aus dem Leben gerissen, ihrem Alltag nicht gewachsen und wenig gesellschaftsfähig. Das macht die Produkte im täglichen Leben unverzichtbar.“

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