9 February 2023

Salon “Zwei Stühle” in Bremen

Win-Win Geschäftsmodell: Shop-in-Shop und Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, “Zwei Stühle” ist mehr als nur ein Friseursalon.

Mit 13 Jahren habe ich im Salon meines Vaters schon Freunde frisiert. Dieses vertraute und heimelige Gefühl wollte ich in mir und meinen Kunden wecken“, erzählt Hauke Füllgraf. Heute ist er Inhaber seines eigenen Salons „Zwei Stühle“ in Bremen. Der Friseurmeister hat in einer alten Fahrradwerkstatt einen Ort geschaffen, der auch sein Wohnzimmer sein könnte. Zwei Bedienplätze, viele Pflanzen, Möbel und Sofas aus den 50er und 60er-Jahren kombiniert mit selbst gebauten Elementen. „In meinem Salon ist nichts neu. Wir müssen keine neuen Ressourcen verbrauchen, um ein modernes Geschäft einzurichten.“

Zwei Stühle Bremen

„Zwei Stühle“ liegt in einem aufstrebenden Szeneviertel. Und das ist kein Zufall. Hauke ist Teil der lokalen Kunst- und Kulturszene: Neben dem Haare färben, schneiden und frisieren sind die Fotografie, Malerei und Musik seine großen Hobbies. „Für die alternative Szene gab es keinen Salon, der zielgerichtet Friseurdienstleistungen angeboten hat“, sagt Hauke. Diese Marktlücke hat er erkannt und im Februar 2022 seinen Friseursalon mit einzigartigem Konzept eröffnet: Durch ein Shop-in-Shop System mit lokal ansässigen Unternehmen profitieren alle Beteiligten. „Es gibt meinen Salon ein Alleinstellungsmerkmal und das gewisse Extra.“ Er teilt sich die Ladenfläche mit einem großen Fashion-Secondhandgeschäft und einem Café. Das Modegeschäft eröffnet ihm mehr Möglichkeiten in der Stil-Beratung und bringt Neukunden. Das Café versorgt seine Gäste mit warmen oder kalten Getränken und mit Kuchen. So fühlt man sich wirklich wie in Haukes‘ Wohnzimmer. Die Preisgestaltung passt dabei perfekt in sein modernes Konzept: Hauke rechnet geschlechterneutral und nach Zeit ab.

Geborener Friseur und Unternehmer

Dass Hauke irgendwann seinen eigenen, ganz besonderen Salon führt, war keine Überraschung. Er ist in vierter Generation selbstständiger Friseur. Nach seiner Ausbildung arbeitete er im Familienbetrieb, um alle betriebswirtschaftlichen Abläufe zu lernen. Seine Kenntnisse konnte er anschließend in Melbourne unter Beweis stellen. „Nach einigen Wochen in Australien, habe ich einen mobilen Friseursalon auf Foodmarkets und Festivals geleitet“, erinnert sich Hauke.

Zurück in Deutschland machte er seinen Meisterbrief und sammelte vier weitere Jahre Erfahrungen. Unter anderem als freier Trainer für Paul Mitchell, bevor er seinen Traum vom eigenen Szenefriseursalon verwirklichte. „Der Duft der Paul Mitchell Marke Tea Tree erinnert mich an Heimat. Deshalb war bei der Eröffnung meines eigenen Ladens klar, dass ich diese Produkte anbieten werde.“
„Mir war wichtig mit ‚Zwei Stühle‘ die Zielgruppe der Bremer Szene genau zu treffen. Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen und dem Shop-in-Shop System, finden immer neue, interessante Kunden zu mir, die mein Konzept verstehen und lieben. Ich führe jeden Tag ehrliche und authentische Gespräche. Es stört keiner, da wir nur zwei Friseurplätze haben. Das ist mit das Beste an meinem Beruf“, schwärmt er.

Credits:

Fotos: Ben Eichler; Paul Parker; Paul Mitchell

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