25 May 2024

Stylisten im Fokus: 5 Fragen an David Schwarz

David Schwarz, Saloninhaber von Blickfang Friseure & Make up Artisten in Salzburg und Austrian Hairdresser of the Year 2017 ist ein gefragter Schulungspartner und Bühnenakteur, der mit Spaß und Leidenschaft an der Arbeit auch Seminare hält. Seine inspirierenden Ideen spiegeln seinen Spirit wider. Sein Fokus liegt auf Trends, Cut und Colour:

Monocolor oder Balayage? Wofür schlägt dein Herz und warum?

David Schwarz: Ich bin ja sehr individuell veranlagt, deshalb schau ich einfach jeden einzelnen Kunden an. Wenn das ein grafischer Bob sein soll, dann ist natürlich eine globale Farbe viel harmonischer. Zu längeren Haaren passt die Balayage Technik oder Face Framing viel besser. Zu Statement-Haarschnitten wie kurze Pixie Cuts oder Box Bobs wirken gleichmäßige, globale Farbtöne mit leichten Nuancierungen sehr toll.

Stufenhaarschnitte sind gerade enorm gefragt. Woran liegt das deiner Meinung nach?

David Schwarz: Ich denke, dass diese luftige Natürlichkeit gerade sehr gefragt ist. Das merken wir im Salon und das spielt natürlich den richtigen guten Haarschneidern in die Hände, weil da ganz viel Technik gefragt ist. Durch Stufung bringen wir Form in die Haare und dafür braucht man ein gewisses Vorstellungsvermögen. Aber ich denke, dass eben diese natürliche Luftigkeit das Ausschlaggebende ist, dass gestufte Haare gerade so angesagt sind.

Wie bereitest du dich auf ein Shooting vor?

David Schwarz: Zunächst einmal erstelle ich ein Moodboard. Das heißt, was wären unsere Favoriten-Haarschnitte, die wir gerne erarbeiten. Dann holen wir uns natürlich aus dem Internet einige Inspirationen, erarbeiten Collagen und unterschiedliche Haarschnitt-Variationen sowie diesen French Bob hier. Dann schauen wir auf den Pony, der natürlich abhängig vom Model ist. Moodboards sind klasse zur Vorbereitung, und am besten nicht nur eines, sondern zwei oder drei. Denn dann hat man einfach mehrere Möglichkeiten in der Hinterhand. Vor dem Shooting ist die Vorbereitung das Wichtigste: Aufbau der Farbe, wie geht man den Schnitt mit den Abteilungen an… So hat man einfach alles im Blick und tut sich während des Arbeitens viel leichter.

Wie wichtig sind folgende Dinge bei einem Model: Haarbeschaffenheit und -länge; Optik – klassisch schön oder besonders; Sympathiefaktor?

David Schwarz: Also gerade beim Modell ist einfach wichtig, dass der Blick, das Gefühl mit der Kamera funktioniert. Natürlich braucht’s die gewisse Haarbeschaffenheit, aber die Haare passt man ja dann sowieso an den Typ an und man sucht ja die Modelle so aus, dass man was aus ihren Haaren machen kann. Aber ich finde gerade das Spiel mit den Fotografen, der Blick für das Gewisse etwas. Gerade bei Haarfotos, die jetzt nicht so lebendig sind, sondern eher wirklich konzentriert auf die Haare, brauchen nur kleine Bewegungen, aber die Emotion muss sichtbar sein. Und wenn man sich gut mit dem Modell versteht, wenn man alles im Vorhinein gut abgeklärt hat und alle Seiten wissen, was gemacht wird, dann gibt es keine bösen Überraschungen oder ungute Situationen. Genau dann macht die Zusammenarbeit Spaß.

Das heißt, die Struktur der Haare spielt schon eine Rolle?

David Schwarz: Genau. Gerade wenn man jetzt diesen Curly Look haben möchte mit Naturwelle, dann sucht man sich ein Modell mit dieser Struktur aus. Man macht es ja dann nicht schwerer als es sein sollte, sondern natürlich und optimal auf den Look, den man im Kopf hat, abgestimmt.

Fotocredit: @victor.dubiel

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